Erfolgreiche europäische Zusammenarbeit

Gemeinsam mit vier anderen europäischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeitet die Hochschule Harz an einer Ausbildungsplattform.

Die Plattform dient der Aus- und Weiterbildung von Studierenden, Verwaltungsbeschäftigten sowie Kommunalpolitikerinnen und -politikern. Am 10. und 11. Mai wurde ein Prototyp der Lernplattform den am Projekt beteiligten Kommunen vorgestellt. Die Marktgemeinde Moosburg ist eine der Pilotgemeinden. 

Wenn Bürgermeister und Kämmerer kleiner und mittlerer Kommunen aus fünf europäischen Ländern zusammenkommen, wird deutlich, dass trotz aller Unterschiede die aktuellen Herausforderungen oft ähnlich sind: Demographischer Wandel, Migration und Integration, Energiewende, finanzielle Restriktionen und andere Veränderungen erfordern neue Formen des Managements und die Entwicklung von Strategiefähigkeit. Für viele Kommunen ist das keine einfache Aufgabe.

Ziel des von der EU geförderten Projektes „KoWiSt - Kompetenzaufbau für eine wirkungsorientierte Steuerung“ ist es, die Steuerungsmodelle und -ideen erfolgreicher Kommunen für die Aus- und Weiterbildung von Verwaltungsbeschäftigten und die Kommunalpolitik nutzbar zu machen. Kern des Projektes ist die Realisierung einer Internetplattform, die die Möglichkeit bietet, aus Erfahrungen der Pilotkommunen zu lernen und eigene Steuerungssysteme zu entwickeln.

Präsentation und Test eines Prototyps dieser Plattform standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung bei der EURAC Research – einem der Konsortialpartner – Anfang Mai in Bozen. Die aus der Slowakei, der Schweiz, Österreich, Deutschland und Südtirol angereisten kommunalen Praktikerinnen und Praktiker lobten die Übersichtlichkeit und unkomplizierte Anwendbarkeit der Plattform. „Mitarbeiter können mit diesem Instrument ihre persönliche Rolle für die Umsetzung der strategischen Ziele klarer erkennen“, so Dirk Tolkemitt, der Erste Beigeordnete und Kämmerer der Alten Hansestadt Lemgo. Damit wurde auch deutlich, dass die Grundkonzeption der Plattform nicht nur Möglichkeiten digitaler Aus- und Fortbildung bietet, sondern einen erheblichen Mehrwert für das Management von Kommunen selbst bieten kann.

„Die Resonanz aus der Praxis war durchweg positiv“, fasst Prof. Dr. Jens Weiß, Projektkoordinator an der Hochschule Harz, das Feedback zusammen. „Es freut uns besonders, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Kommunen die Plattform in ihren Heimatländern weiteren Kolleginnen und Kollegen vorstellen wollen.“ Mit den wichtigen Impulsen aus dem Workshop werden die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der EURAC research, der Fachhochschule Kärnten, der Berner Fachhochschule, der P.J. Safarik University in Košice und der Hochschule Harz die Lernplattform weiterentwickeln und Konzepte für die Anwendung in der Aus- und Weiterbildung erstellen. Die Ergebnisse werden im Sommer 2018 vorgestellt, anschließend wird die digitale Lernplattform zur freien Nutzung zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen unter www.kowist.eu

Bildunterschrift: Die Teilnehmer des KoWiSt-Workshops in Bozen.

 

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