Marktgemeinde Moosburg
Kirchplatz 1 | 9062 Moosburg | +43-4272-83400 | moosburg@ktn.gv.at | www.moosburg.gv.at
https://www.moosburg.gv.at/?p=22366

#webfit 2.0: Erfolgsprojekt wird fortgeführt

Webfit 2.0 – Initiative zur digitalen Kompetenzsteigerung in Kärntner Gemeinden geht in die zweite Runde. LR Fellner, Bgm. Gaggl, VHS-GF Gfrerer und Stv. Kuratoriumsvorsitzender GSZ Mattersdorfer betonen im Zuge der heutigen Präsentation in Moosburg die Relevanz des Themas – LR Fellner: „Die Digitalisierung bietet vielfältige Chancen, gerade im kommunalen Bereich. Aber natürlich gibt es auch Herausforderungen. Mit #webfit 2.0 machen wir unsere Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger ‚digital fit‘“

„14-jährige auf Verkaufsplattform betrogen“, „Erspartes an Betrüger verloren“. Nicht zuletzt die heutige Berichterstattung aus Kärnten zeigt auf, wie wichtig das Thema Sicherheit in der digitalen Welt ist. Auch aus dieser Relevanz heraus, wird genau hier der Schwerpunkt der Neuauflage der Weiterbildungsreihe #webfit – „#webfit 2.0“ – gelegt.

Um unsere Kärntner Bevölkerung „digital fit“ zu machen, initiierte das Land Kärnten gemeinsam mit dem Gemeindeservicezentrum (GSZ) und der VHS Kärnten bereits 2021 das Projekt #webfit – eine Initiative zur Steigerung der digitalen Kompetenzen im Bereich „Grundlagen der IT-Sicherheit“. Die Initiative, die bis 2023 lief und großen Zuspruch fand, geht nun in die Fortsetzung. Dabei wird in #webfit 2.0 neben den Grundlagen auch ein besonderer Fokus auf den Bereich „Cyber Security“ – also IT-Sicherheit – gelegt. Der Startschuss erfolgte heute in der Gemeinde Moosburg, Bezirk Klagenfurt Land.

Gemeinde- und Bildungsreferent LR Daniel Fellner lob die Initiative, die sein Credo des „lebenslangen Lernens“ untermauert. „Dieses Kursangebot stellt für alle, die sich digital fit halten wollen, ein Angebot zur Erweiterung der eigenen Kompetenzen im digitalen Bereich dar“, so Fellner. Damit richtet sich das Kursangebot an Interessierte aller Altersklassen.

Die Digitalisierung bietet vielerlei Chancen, gerade im kommunalen Bereich ist diese nicht mehr wegzudenken, so Fellner. „Zahlreiche Abläufe und Prozesse werden vereinfacht, von digitalen Formularen bis hin zu den Gemeinde-Apps“, ergänzt der Landesrat. Um sich in dieser, sich rasch entwickelnden Welt, zurechtzufinden, sei es wichtig „am Ball zu bleiben“. Die Inhalte der #webfit-Kurse dienen dazu, digitale Kompetenzen zu erweitern. „Und so werden hier ‚Werkzeuge‘ vermittelt, die einem helfen sollen, sich sicher in dieser digitalen Welt zu bewegen.“ Denn überall wo es Chancen gebe, gebe es natürlich auch Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. „Und deshalb kommt bei #webfit 2.0 Themen der Sicherheit ein besonderer Stellenwert zu. Bei Cyber Security, sprich Cyber-Sicherheit, geht es um Datensicherheit, das sichere Verhalten im Internet und vieles mehr. Es gehe um Fragen wie, ‚Warum öffne ich kein E-Mail, dessen Absender ich nicht kenne?‘ oder ‚Wie sieht ein sicheres Passwort aus?‘ Hier gilt es einfach auch darum, unsere Antennen zu schärfen, sensibler zu werden und Strategien zu lernen, wie wir uns in der digitalen Welt sicher bewegen“, so der Gemeindereferent, der sich abschließend bei den Kooperationspartnern für die konstruktive Zusammenarbeit bedankt. Fellner: „Ihr seid es, die dieses wichtige Angebot durch euren engagierten Einsatz möglich machen, danke hierfür!“

Der erste Kurs-Durchgang #webfit lief von 2021 bis 2023 und wurde in ca. 40 Gemeinden durchgeführt, in Summe nahmen 1.368 Kärntnerinnen und Kärntner daran teil. Der Start für die Neuauflage „#webfit 2.0“ erfolgte heute vor dem Gemeindezentrum der Gemeinde Moosburg in dem VHS-Mobil. Finanziert wird das Projekt zu 75 Prozent über das Land Kärnten und zu 25 Prozent aus dem Gemeindebudget. Gesamt fast der Fördertopf des Landes 100.000 Euro, mit der Laufzeit bis Ende Juni 2025.

Moosburgs Bürgermeister Herbert Gaggl begrüßt die Initiative und wolle den Kurs in seiner Gemeinde unbedingt anbieten. „Ich freue mich über diese Initiative, die ja mehr ist als Weiterbildung oder ein Kurs. Ich sehe es immer wieder mit Freuden, wie sich unsere Gemeindebürgerinnen und –bürger im Rahmen eines Kurses zusammenfinden und gemeinsam ihre Zeit verbringen. Dann macht man vielleicht noch einen anderen Kurs der VHS gemeinsam und findet so regelmäßig zusammen. Das ist auch für das Gemeindeleben positiv und belebend“, so der Bürgermeister, der auch die gelehrten Inhalte als wesentlich und zeitgemäß hervorhebt. „Das sind Informationen, die heute jeder und jede gut gebrauchen kann. Hier geht es ja nicht darum, ein Spezialist in jeder Detailfrage zu werden, sondern sich mit den grundlegenden und wichtigen Themen der Digitalisierung auseinanderzusetzen.“

Beate Gfrerer, Geschäftsführerin Kärntner Volkshochschulen, reüssiert: „Bei der Digitalisierung niemanden zurücklassen – denn digitale Fähigkeiten bedeuten soziale Teilhabe – ist der VHS eine Herzensangelegenheit. Als Bildungsnahversorgerin ist es unser Ziel, digitale Schulungsangebote direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern in die Kärntner Gemeinden zu bringen. Gerade in den Bereichen Grundlagen und Zugang sowie Sicherheit ist die digitale Fitness der Kärntnerinnen und Kärntner am geringsten. Hier setzt die VHS mit ihrem aufsuchenden Bildungsansatz an und liefert mit ihrem niederschwelligen Kursangebot einen wichtigen Beitrag zur Schließung der digitalen Kluft. Das Angebot ist optimal auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Wir arbeiten mit unseren Teilnehmenden auf Augenhöhe, vermitteln Inhalte, die im Alltag von Nutzen sind und gehen auf individuelle Fragestellungen ein. Zentraler Bestandteil von #webfit 2.0 sind qualitative Inhalte, Spaß am Lernen, das Bewusstmachen von Chancen und Risiken der digitalen Welt und das soziale Miteinander.“

Hannes Mattersdorfer, Stv. Kuratoriumsvorsitzender des Gemeindeservicezentrums, verweist auf die vielfältigen Unterstützungsleistungen des Gemeinde-Servicezentrums für die Kärntner Gemeinden und Gemeindeverbände. „Wir bieten umfassende Unterstützung in Bereichen wie Dienstrecht und Stellenausschreibungen und betreiben das CNC-Behördennetzwerk sowie ein kommunales Rechenzentrum. Die zentralen Softwarelösungen des Gemeinde-Servicezentrums entlasten die Gemeinden im IT Bereich, der im Zuge von Digitalisierungsvorhaben immer wichtiger wird und komplexer wird.“

Die Digitalisierung in der kommunalen Verwaltung, so Mattersdorfer weiter, trage nicht nur intern zur Effizienzsteigerung bei, sondern verbessere auch die Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger. Dank E-Government könnten viele Behördenwege online erledigt werden, was den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, zeitlich und örtlich unabhängig mit den Gemeinden zu kommunizieren und ihre Anliegen abzuwickeln. Beispiele hierfür sind Online-Formulare, E-Zustellung, Bürgerportale, die digitale Erfassung von Zählerdaten, digitale Mängelmelder und Gemeinde-Apps.

Um sicherzustellen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger diese digitalen Lösungen nutzen können, begrüße das GSZ die Förderung der digitalen Kompetenz durch die Kärntner Volkshochschulen. Mattersdorfer: „Die Digitalisierung soll niemanden zurücklassen, und bereits in der Vergangenheit gab es eine erfolgreiche Kooperation mit der Volkshochschule.“

Mattersdorfer abschließend: „Es freut uns außerordentlich, dass das Gemeindereferat, die Kärntner Volkshochschulen und das Gemeinde-Servicezentrum gemeinsam einen konstruktiven Beitrag zur Steigerung der digitalen Kompetenz der Gemeindebürgerinnen und -bürger leisten. Damit können wir mehr Zugang und Sicherheit bei Gemeindebürgerinnen und -bürger im Umgang mit der digitalen Welt schaffen und freuen uns auf eine rege Angebotsnutzung.“